Baerenhochzeit – Jetzt geht’s los!

Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich anfangs 2016 mit Fabienne das erste Mal über eine mögliche Destination Wedding auf Mallorca sprach. Damals, ganz am Anfang unserer Planung, habe ich als Pro-Argument extra noch diverse Klima-und Wettertabellen der Urlaubsdestination ausgedruckt. Und diese sprachen für Mallorca: Im Juni und Juli werden Durchschnittlich 24 Grad und maximal 1-2 Regentage angegeben. Regen an meiner Hochzeit wäre für mich schlimm gewesen – dann lieber noch eine Stunde peinliche Hochzeitsspiele oder ein DJ, der nicht mixen kann.:-)

Als ich am Morgen des 30.6.17, am Tag der Eröffnung der Baerenhochzeit, auf unserer Hochzeitsfinca eine frische Windböe aus dem vom Tal von Westen her spürte, begann ich das Wetter genauer zu beobachten. Über der Finca war Azurblauer-Himmel mit ein paar Schönheitswölkchen doch ganz in der Ferne sind Cumulonimbus (zu Deutsch Gewitterwolken) erkennbar. „Kommt ja nicht hier her!“, denke ich. Aber wir konnten mit ansehen, wie gegen Mittag die dunklen Wolken unter fernem Raunen eines Gewitters die Sonnenstrahlen zusehends verdrängten und immer mehr den blauen Himmel über uns einnahmen. Ich wurde stutzig. Bisher war ich von unseren Mallorca-Besuchen – ob April, Mai, Juli oder November –  stets die mallorquinische Sonne gewöhnt und alle sagten mir immer: „Um das Wetter musst du dir auf Mallorca keine Sorgen machen“. Zur Sicherheit checke ich das Wetter-App: Stark bewölkt und 80%-Regenwahrscheinlichkeit bis 14 Uhr. Na toll! Zum Trotz montiere ich die Badehosen und springe zu den anderen Fincagästen in den Pool. Die Lage wird jedoch zusehends schlechter und nach dem ersten Donner direkt über uns verlassen wir fluchtartig den Pool, just bevor um 13.30 starker Regen niederprasselt. Verlegen ziehen sich alle in ihre Zimmer zurück und warten…

Noch ist Fabienne optimistisch und versucht mit ihrer Laune die fehlende Sonne zu ersetzen. Doch nach einer Stunde starkem Regen, begleitet von Blitz und Donner, sitzt auch sie etwas nachdenklich neben mir auf dem Sofa. Als dann um 14.38 Uhr das Whatsapp vom Winzer Thomas kommt: „Wohl alles drinnen machen? Wir haben hier leichtes Sumpfgebiet…“ sitzen wir beide da, bedrückt wie zwei Regentropfen… Wenn sich bis in drei Stunden das Wetter um 180 Grad ändert, dann grenzt das an ein Wunder! Der Regen lässt um 15.00 Uhr nach und wir beschliessen zusammen mit den Trauzeugen und Michi, etwas früher als geplant aufs Weingut zu fahren, um vor Ort die kritische Entscheidung zu treffen: Plan A draussen oder Plan B drinnen. Fabienne tauscht ihre kalkulierte Vorbereitungszeit gegen unseren Regen-Notfallplan ein und kommt zusammen mit dem Anti-Regen-Kommando mit aufs Weingut… [Anmerkung der Redaktion: Sie hat auch mit kurzer Vorbereitungszeit bezaubernd ausgesehen;-)]. Während der rund 25-Minütigen Fahrt reisst der Himmel auf und erste Sonnenstrahlen beginnen sogleich das Nass des Bodens aufzusaugen. Als wir auf dem Weingut ankommen, ist der Caterer schon damit beschäftigt die begossenen Tische zu trocknen und die Kissen wieder auf den Stühlen auszulegen. Ich bin beruhigt, als der Winzer sagt: „Es kommt heute nicht mehr.“. Die Sonne scheint versöhnend auf das feuchte Gras und wir beschliessen, Plan A draussen umzusetzen. Drinnen zu Feiern wäre einfach nicht das Gleiche gewesen und alle Tische in den Weinkeller zu tragen hätte zeitlich fast nicht mehr gepasst. Die mediterrane Sonne heizt bereits wieder ordentlich auf und nur noch der Geruch von feuchter Erde erinnert an das starke, nervenkitzelnde und unnötige Sommergewitter. Es ist ein gutes Zeichen für Sonne, dass wir schwitzen, während wir Schilder aufstellen, Musikanlage aufbauen und den Welcome Desk herrichten. Nach 40 Minuten fahren wir wieder zurück in die Finca, um uns für den Abend bereit zu machen. Derweil machen die Trauzeugen den Feinschliff auf dem Weingut. Die Wetterlage hat sich wieder normalisiert: Sommersonne auf Mallorca und glückliche Feriengesichter auf der Finca.

Gesprächsthema Nr. 1 auf dem Weingut ist der heutige Regen. Alle Gäste haben mit uns gebangt, dass der Himmel für unser Get-Together auf dem Weingut Mandia Vell doch aufreissen möge… und siehe da: Wir hatten mehr als nur Glück! Bei gewohnten Mallorca-Temperaturen, Sonnenschein und in Sommerkleidung empfangen wir die Gäste mit einer Begrüssungsrede und stossen mit allen auf die Baerenhochzeit an. Wir sind erleichtert. Erleichtert übers Wetter, den schönen Start unserer Hochzeitsfeier und dass alle unversehrt und in Ferienstimmung auf der Insel angekommen sind. Nach einer aufschlussreichen, unterhaltsamen und interessanten Führung durch den Betrieb des Weingutes, durften die Gäste die köstlichen Weiss- und Rotweine des Winzers kosten und parallel miterleben, wie eine traditionelle Paella zubereitet wird. Während die Gäste am Buffet anstanden, nutzten wir die Gunst der Stunde, um gefühlvolle Fotos bei Sonnenuntergang zu machen. Wir sind schon seeehr gespannt auf die Bilder die gegenwärtig noch bei der Fotografin in der Endbearbeitung sind. Als wir hungrig zum lecker hergerichteten Buffet mit drei verschiedenen Paella, Salaten, einer Auswahl von Brot und weiterer mallorquinischen Köstlichkeiten gehen, ziehen nochmals bedrohliche Wolken vorüber, welche für eine fast sentimentale Abendstimmung sorgen. Abermals haben wir riesengrosses Glück, denn keine zwei Kilometer weiter vorne sehen wir Regenschleier vom Himmel fallen und stattdessen werden wir noch vor dem Dessert mit einem kitschigen Regenbogen belohnt.

Der (bis auf das Wetter!) traditionell mallorquinisch gestaltete Auftakt der Baerenhochzeit, unser Get-Together auf dem Weingut, war traumhaft! Dazu haben nicht nur die schöne Stimmung und die urlaubshafte Atmosphäre beigetragen, sondern auch die unterhaltsame Führung, das superleckere Essen, die Möglichkeit, sich ungezwungen kennenzulernen und natürlich unsere wunderbaren Gäste. Es gab keine Tischordnung, kein grosses Programm, keine Pflichten… einfach Ankommen und Geniessen. Die Spannung und Vorfreude auf den morgigen Hauptteil der Baerenhochzeit ist riesengross, als wir den Gästen bei der Verabschiedung: „Auf ein freudiges Wiedersehen morgen auf der Hochzeitsfinca“ sagen und uns für ihr Dabeisein an der Baerenhochzeit bedanken.

Ich hoffe, dass auch bei euch die Spannung auf den Bericht über den 1.7.17 steigt, wo ihr dann endlich die Braut in ihrem Kleid, weitere Impressionen und einen exklusiven Einblick in den Ablauf der Baerenhochzeit erhalten werdet. Bereits schon vorher werde ich auf der Baerenhochzeit Facebookseite https://www.facebook.com/baerenhochzeit/ die ersten exklusiven Fotos der Hochzeit präsentieren. Das einzige, was ihr dafür machen müsst ist die Baerenhochzeit Facebook-Seite „liken“ und andere dazu motivieren dies ebenfalls zu tun.:-)

Ready, Set, Baerenhochzeit!

Am Samstag 24.6.17 landen wir – mal wieder – bei schönstem heissen Sommerwetter in Palma. Koffer einsammeln, Mietauto holen, nach Portocolom düsen… alles geht wie im Schlaf. Kaum im Hotel Orange Colom eingecheckt, widmen wir uns der Hochzeitslogistik: Eingelagertes Material von A nach B transportieren, Einkaufen für die Welcome-Gästekörbe, zurück nach Palma, um Candybar Version 2 zu erstehen (die von uns sorgfältig Bemalte musste aufgrund Platzmangel im Auto zuhause bleiben), Welcome-Gästekörbe vorbereiten, eingelagertes Material auspacken und sortieren… es ist schon einiges nach Mitternacht, als wir ins Bett hüpfen und zu den Wellen in der Bucht vor dem Hotel einschlafen. Noch sind wir nicht ganz ready für die Hochzeit… aber wir haben ja noch ein paar Tage.

Tags darauf erwachen wir in einem kleinen Logistikcenter am Meer, dessen noch leerstehende Flächen grad von der Morgensonne eingenommen werden. Unser Hotelzimmer gleicht einem Versandhaus: 50 chinesische Sonnenschirme, 80 logobunte Baerenhochzeit M&Ms Herzen, Stapel von Kartonschachteln, 6 Koffer, 2 sorgfältig aufgehängte Stoffsäcke mit Kleider (einer Schwarz, der andere Weiss), 100 coole Baerenhochzeit Sonnenbrillen, 100 Fächer, Sonnencremen, Tüten und Körbe für die verschiedenen Hotels und weitere Giveaways. Alles schön sortiert und bereitgestellt für die Verteilung. Wir suchen uns einen freien Platz von 1.5×2.5m im Wohnzimmer, um unseren Hochzeitstanz im Glanz der Sonne zu üben… denn es geht nicht mehr lange bis zum grossen Tag, um unsere Moves zu perfektionieren! Danach ist erst mal Frühstück mit meinem Papa und Ruth angesagt. Die beiden sind die ersten Hochzeitsgäste, welche ebenfalls schon auf der Insel sind, und mit uns bis zum letzten Tag in zwei Wochen bleiben werden. Nach einem gemeinsamen Marktbesuch in Felanitx fährt die ältere Generation zum Strand und Fabienne und ich irgendwo im Nirgendwo in ein Waldstück, um im Schatten der Bäume die Kisten für die Candybar zusammenzubauen, und gegen die 200 Wasserflaschen mit zuhause geradlinig ausgeschnittenen „Baerenhochzeit“ Etiketten zu bekleben. „Check“ – ein weiteres To Do erledigt…

Nach dem obligaten Morgentanz treffen wir beim Frühstück auf Leo und Sarah, die bei Tagesanbruch mit der Fähre und mehreren Kubikmetern weiterer Hochzeitslogistik eingetroffen sind. Wir sind froh, dass mit dem Transport alles gut geklappt hat. Gestärkt vom Frühstück geht’s zu sechst zum Strand beim Mondrago National Park, wo wir bis am Nachmittag chillen und unter anderem die To do’s für die Hochzeit besprechen – so ganz können wir nicht abschalten.;-) Danach erledigen Fabienne und ich weitere Vorbereitungen, die so kurz vor einer Hochzeit anstehen: Deko für Freitag in der Nähe von Palma abholen, nochmals kurz zu Ikea, Fahrt zurück nach Portocolom, Einräumen, Auspacken,… ja, liebe Leser: Vor einer Hochzeit gibt’s nochmals so einiges zu erledigen. Je nachdem, wie die Arbeit zwischen möglichem Weddingplanner, Trauzeugen, Tätschmeister, Location vor Ort und weiteren Helfern verteilt wird: mehr oder weniger. Bei einer DYI-angehauchten Destination Wedding ohne Weddingplanner, wie der Baerenhochzeit, ist unsere Auslastung bis es endlich losgehen kann durchas als „mittel“ bis „hoch“ einzuschätzen.:-)

Am Dienstag 27.6.17 wird die Hochzeitsfinca bezogen! Aber zuerst erledigen wir zusammen mit Leo und Sarah noch den Grosseinkauf, damit genügend Getränke, Lebensmittel und ein Welcome-Apéro für die Fincagäste vorhanden sind. Nach dem Ausladen des ganzen Materials nutzen wir die Gunst der Stunde, um vor dem Eintreffen der Gäste unseren Hochzeitstanz mindestens einmal am richtigen Ort auf der Finca-Terrasse zu üben, wo wir ihn dann auch am Samstag 1.7.17 vorführen werden. Derweil verteilen Sarah und Leo die Gästekörbe in den Zimmern. Als bereits die ersten Gäste eintreffen, realisieren wir, dass es bis zu den Tagen X, Y und Z nicht mehr lange geht. Von nun an geht alles Schlag auf Schlag: Welcome Apéro, Gäste begrüssen, Vorfreude über die Hochzeit austauschen, chillen am Pool, gemeinsames Abendessen, Gespräche beim Wein, Schlafen, von den Hähnen der Nachbarn geweckt werden, Joggen, Morgenschwumm im Pool, gemeinsames Frühstück, Fahrt nach Llucmajor um das E-Piano und die Soundanlage für Freitag abzuholen, Helfer instruieren für den „Finca-Umbau“, Gästekörbe ausliefern, Schlussbesprechung mit Trauzeugen, Transportunternehmen treffen, Chillen, Essen, Joggen, Plantschen im Pool, Fotobox aufbauen, mit Fotografin Skypen, neue Gäste begrüssen… so langsam treffen alle Gäste auf Mallorca ein und Fabienne und ich sind nun logistisch und mental total ready für die Baerenhochzeit: Noch nicht nervös, gut vorbereitet und mit unzähligen hilfsbereiten Freunden und Helfer, die uns da und dort bei den allerletzten Vorbereitungen tatkräftig unterstützen. Selbstverständlich geniessen wir auch etwas das Fincaleben im Pool, beim Kartenspiel am Abend oder bei den gemeinsamen Essen. Doch viel Zeit für Sonnenliegen, Bücher lesen und Relaxen bleibt uns ehrlich gesagt nicht. Aber wir wollten es ja so.:-)

Für Donnerstag, den 29.6.17 am Nachmittag, ist ein inoffizielles und freiwilliges Kennenlern-Treffen in einer kleinen Bar beim Strand S’Arenal bei Portocolom angesagt –  für diejenigen Gäste, welche bereits auf der Insel sind. Sonne, Sand und ein chilliges Ambiente erwarteten uns in einer süssen Bucht. Nebst unseren Finca-Mitbewohnern, mit welchen wir bereits ein paar schöne Tage verbringen durften, kamen Verwandte, Freunde vom Studium, die India-Ladies,… Wir stiessen mit allen an, kühlten uns im Meer ab, assen lecker und freuten uns in voller Urlaubsstimmung auf die bevorstehenden drei Tage Baerenhochzeit. Auf der Heimfahrt von diesem Abend realisieren wir, dass morgen der Startschuss fällt und Fabienne und ich schauen uns an und wir sind uns einig: Morgen kann’s losgehen!

Emotionen, Impressionen und kritische Momente mit Nervenkitzel vor dem Startschuss zur Baerenhochzeit… Im nächsten Blogeintrag berichte ich exklusiv über unsere Hochzeit! An dieser Stelle einen herzlichen Dank an meine treuen und neuen Blog-Follower. Ich freue mich darüber, wenn ihr meine Blogeinträge auf den Sozialen Medien kommentiert, liked und teilt! Kennt ihr Leute, die Hochzeitsgedanken haben? Dann empfehlt ihnen meinen Blog. Wenn ich genügend Follower habe, wird auf Baerenhochzeit.ch etwas ganz Neues kommen. In der Sektion „Angebot“ findet ihr neuerdings übrigens Fotobox und Candybar zum Mieten zu fairen Preisen. Check it out! Weitere Angebote werden folgen…

See you in Mallorca!

Heute geht’s los auf die Insel. Alle sieben (-tausend) Sachen sind gepackt und ein gewisser Teil der grossen und schweren Objekte (Photobooth zum Beispiel) ist ja bereits auf dem Strassenweg unterwegs. Wir sind sowas von ready!!!:-) Danke nochmals an alle für die Unterstützung bei den Vorbereitungen, der Organisation der Baerenhochzeit und fürs Sachen mitnehmen nach Mallorca sowie an alle Gäste für die weite Reise, die sie für unser Hochzeitsfest in Kauf nehmen.:-)

Die letzten paar Tage waren schon noch etwas anstrengend. Wir wollten alles sauber vorbereitet haben, damit wir Mallorca dann geniessen können. Vor allem die letzte Kommunikation mit der detaillierten Instruktion an die involvierten Dienstleister (Caterer, Deko, Dj, Fotograf, Videograf, Weingut, Gästetransport, Brunch am Sonntag, Finca, Hotel für Gästeübernachtung) hat noch ordentlich Arbeit gegeben. Ebenso das saubere Verpacken und Beschriften von allem, was mit sollte. Auch das Drehbuch hat nochmals Zeit und Nerven gekostet: Dort wieder eine Änderung, da eine Ergänzung, hier schauen, ob die Zeiten übereinstimmen – nun sollte es „verhebä“, wie man so schön auf Schweizerdeutsch sagt.

Auch wenn wir jetzt leider doch keine Drohne für Luftaufnahmen haben und nur ein statt zwei 6er Pack Passaia auf dem Weg nach Mallorca ist (schliesslich will Jey am Fest Captain & Passaia trinken!), wird alles gut kommen. Die restlichen 99.99 % sind nämlich organisiert! Wir sind entspannt. Das Wetter sieht mit 28-33°C Maximaltemperatur und Sonne auch gut aus – obwohl man das ja nicht beeinflussen kann. Doch auch hierfür haben wir notfalls einen Plan B.

Fabienne und ich freuen uns beide, dass es bald losgeht und vor allem freuen wir uns auf alle Gäste, unvergessliche drei Hochzeitstage und entspannte Ferien auf Mallorca.

Das Thema Heiraten begeistert mich nach wie vor. Daher wird das Bloggen auf http://www.baerenhochzeit.ch nach unserem Fest selbstverständlich weitergehen! Ihr möchtet ja schliesslich dann auch erfahren, wie die Baerenhochzeit war.:-) Weiter werde ich in Zukunft auf diesem Blog auch neusten Erkenntnissen aus meiner Master Thesis zum Thema „Smart Weddingplanning“ sowie weitere Tipps und Trends zum Heiraten geben. Möchtet ihr auf diesem Blog selber eine lustige oder peinliche Hochzeitsstory schreiben oder von eurer eigenen Hochzeit berichten, dann schreibt mir ein Email auf alex.baer@gmx.ch. Gerne veröffentliche ich eure Geschichten rund um die Planung oder Durchführung eurer Hochzeit!

Bis dann – Hasta la vista,

Fabienne & Alex

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Die Hochzeit naht in grossen Schritten!

Liebe Gäste, treue Baerenhochzeit-Follower und Besucher meines Blogs. Es ist noch total unreal für mich, dass über ein Jahr intensive Planung demnächst in Realität umgesetzt wird und wir ganze drei Tage lang mit den geladenen Gästen feiern dürfen! Aber so geht’s wohl jedem Brautpaar, welches kurz vor der Hochzeitsfeier steht: Vorfreude, etwas Lampenfieber, Sicherheit, etwas Bedenken, Begeisterung, einen vollen Kopf, Freude, einen perfekten Plan, Glücksgefühl, vielleicht auch bisschen Ermüdung, Euphorie, Stimmigkeit, Unsicherheit, Spannung, Gemeinsamkeit… Am ehesten zu vergleichen ist der Zustand vielleicht mit einer bevorstehenden Prüfung, auf die man sich wirklich gut vorbereitet hat, aber trotzdem nicht genau weiss, was kommen wird.

Doch ganz à-typisch Prüfung freue ich mich unbeschreiblich auf den Event. Und ebenso fühlt es sich an: Als hätte ich alle prüfungsrelevante Fachliteratur gelesen, verstanden und die schwierigsten Übungsaufgaben mit Leichtigkeit gelöst. So gut vorbereitet bin ich wohl noch nie an eine Prüfung gegangen. Aber es ist ja auch keine Prüfung.:-) Und anstatt einem Spicker habe ich die tatkräftige Unterstützung unserer lieben Trauzeugen und Fabienne’s grossartigen Beitrag an den riesigen Event (um klar zu stellen, wir sind den Weg gemeinsam gegangen). Wir haben uns stets super ergänzt und ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mich durch meine Master Thesis „Smart Weddingplanning“ intensiv mit dem Thema Hochzeitsplanung auseinandergesetzt habe und mir durch meine Selbständigkeit die nötige Zeit gut einteilen kann.

Bestimmt gibt es Paare, die etwas mehr als zwei Wochen vor der Hochzeit noch so Einiges zu erledigen haben. Genau das wollten wir nicht – unsere Planung ist aufgegangen: Wir können uns zusehends zurücklehnen – denn alles ist so durchorganisiert, dass wir theoretisch am Tag der Hochzeit nur noch geniessen können (obs dann wirklich so war, verrate ich in einem Blogeintrag nach dem freudigen Ereignis). Die grösste Sicherheit hat mir persönlich unser letzter Mallorca-Besuch vom Donnerstag 18.5.17 bis Sonntag 21.5.17 gegeben, bei dem wir wieder einmal ein taffes Programm hatten (aber auch die anderen vier Male auf Mallorca stand die Hochzeit vor dem Strandbesuch).

Kaum in Mallorca gelandet (mal wieder um 4 Uhr aufgestanden) und unser Mietauto geschnappt, haben wir uns mit der Floristin getroffen und mit ihr die Deko besprochen. Dabei sind wir von ca. 10% Completion auf 99% gestiegen. Die Weddingplannerin und Floristin weiss wovon sie spricht – Hut ab! Im Anschluss trafen wir den DJ und besprachen nochmals die relevanten Einzelheiten. Auch das Treffen mit ihm verlassen wir mit einem guten Gefühl. Es ist schon gegen 15 Uhr, als wir endlich in der Nachmittagssonne Pizza, Salat und selbstverständlich Aioli und Oliven essen.:-) Danach geht’s direkt zum Meeting mit dem Videografen im Osten der Insel, der gleich seine beiden Assistenten mitbringt, welche vor Ort dann filmen werden. Sie sind begeistert von meiner Vorbereitungsarbeit, die unter anderem aus Fragebogen, Location-Detailplan und einer ausführlichen Anfahrtsbeschreibung besteht. Nicht mal Weddingplanner seien so vorbereitet, meint der gute Mann. Sowas zu hören tut gut und auch das Bauchgefühl, welches uns sagt, dass wir mit der Agentur die richtige Entscheidung getroffen haben (wir haben ja lange überlegt, ob wir überhaupt einen Videografen wollen). Wer gedacht hätte, nun wäre erst mal Schluss für heute, der hat sich geirrt. Wir fahren wieder nach Palma, wo wir die Einkaufsmöglichkeiten von Ikea, Aldi, Lidl und weiterer Stores abchecken und auf dem Weg nach Portocolom die den Gästen abgegebenen Anfahrtsbeschreibungen nachprüfen. Hierzu gibt’s dann noch eine Email.:-)

Tags darauf sieht unser Plan nicht weniger voll aus – wir wollen das letzte Mal auf Mallorca vor der Hochzeit schliesslich alle Dienstleister treffen und noch einen Tag Mallorca geniessen. Darum fahren wir schon früh wieder nach Palma, wo wir uns mit dem Caterer verabredet haben. Er nimmt sich viel Zeit, um all unsere Fragen zu beantworten und die letzten Entscheidungen bezüglich Stühlen zu treffen. Auch er ist sprachlos von unserer akribischen Vorbereitungsarbeit und Fabienne zeigt nur auf mich und sagt: „Jaja, mein Weddingplanner“.:-) Da unser Caterer das Weingut noch nicht kennt, fährt er im Anschluss extra über 45 Minuten zum Mandia Vell, um sich für die eigene Planung die Lokalitäten anzuschauen – und wir besprechen mit Thomas nochmals die letzten Details. Nach dem tollen Probeessen bei unserem letzten Besuch und der jetzigen professionellen Besprechung sind wir uns sicher, dass wir den besten Caterer auf Mallorca ausgewählt haben. Später treffen wir in Manacor dann noch Juan vom Transportunternehmen Busmallorca. Ein Mallorquiner, der 10 Minuten zu früh zum Treffen erscheint, impliziert schon ohne Worte, dass er eine gute Wahl ist. Die Angenehme Unterhaltung und fachmännische Auskunft zeigt uns auch hier, dass wir auf dem besten Weg zum Ziel sind. Zumal uns der Gästetransport bis zu diesem Tag noch schwer auf dem Magen lag (wir hatten anderthalb Monate vor der Baerenhochzeit faktisch noch keinen Vertrag und von den angefragten Busunternehmen war Busmallorca das einzige, welches unseren Ansprüchen zu einem fairen Preis gerecht wurde). Am Abend laden wir dann noch unsere beiden aus der Schweiz mitgebrachten Koffer mit Material bei Ruth und Max ab, halten einen angenehmen Schwatz vor dem Kamin (obwohl die Sonne scheint, ist es kühl) und folgen einer super Restaurant-Empfehlung von den beiden (Restaurant Can Pelut in Son Macià).

Den Samstag gehen wir ruhig an. Um 10 Uhr gibt’s das Probeessen des am Sonntag nach der Party geplanten Kater-Brunches auf dem Golfplatz Vall d’Or. Auch hier kann ich mit gutem Gewissen 10 von 10 Punkten vergeben für Essen, Atmosphäre, Aussicht und Präsentation des Essens. Das Auge ist ja immer mit! Mit vollem Bauch fahren wir auf die Hasta la Vista, wo wir die Besitzer Rosi und Heinz treffen und nochmals eine Nacht auf dem baldigen Hochzeitsanwesen verbringen dürfen. Wie jedes Mal erleben wir den Austausch mit den Besitzern ausgesprochen angenehm und unterhaltsam (vor allem die interessanten Finca-Stories). Nebst etwas Weddingplanning auf der Finca vermessen wir noch die wichtigsten Bereiche, sehen plastisch die Vorbereitung und Tag der Hochzeit vor unserem geistigen Auge und halten alle Einzelheiten detailliert fest. Tags darauf nehmen wir nach einem ausgedehnten Frühstück einem kurzen Schwumm im Pool relaxen noch etwas, bis es dann heisst „Bye bye Mallorca, wir sehen uns an der Hochzeit wieder!“. Dass die Hochzeit mit schnellen Schritten naht, ist für uns eher Freud, als Leid – denn wir sind baerenhochzeitmässig vorbereitet und restlos von allen gewählten Dienstleistern überzeugt. An dieser Stelle muss ich Fabienne einen Orden verleihen, da sie anscheinend mit ihrem Bauchgefühl stets die richtige Wahl getroffen hat!

Zuhause angekommen können wir uns die letzten Wochen trotzdem noch nicht ganz auf die faule Haut legen. Die in Mallorca gesammelten Informationen müssen ausgewertet und zu einem Masterdokument zusammengefügt werden. In diesem über 60-Seitigen Dokument ist nun unsere Hochzeit bis ins Detail beschrieben und rundet zusammen mit dem Drehbuch sowie den Setup- und Situationsplänen unsere Hochzeitsplanung ab. Dies soll uns ermöglichen, am Tag der Hochzeit die Verantwortung an die Dienstleister, Trauzeugen und fleissigen Helfer abzugeben. Peace of mind! Photobooth, Candybar, Gästekommunikation, Sport treiben, Bloggen, Einkaufen, Zusammenpacken und Bundeln des Materials (Leo wird ja alle unsere Extras mit seinem neuen Volvo nach Mallorca fahren), Kleider und Schuhe shoppen, Tanzkurs, Namensschilder und noch ein bisschen mehr DIY-Work sorgen dafür, dass es uns auch die letzten Wochen vor der Hochzeit nicht langweilig wird. Schliesslich müssen wir unser Hobbie ja noch etwas geniessen.:-)

Wir freuen uns sehr auf die bevorstehende Hochzeit!!!

Hochzeitsplanungsbüro Baer

In den vergangenen Monaten haben wir viel Zeit und Freude in die Baerenhochzeit investiert. All die kleinen Dinge, die man überlegen, planen, abklären und organisieren muss bzw. selber entwirft und bastelt, geben ganz nach dem Motto „Auch Kleinvieh macht Mist“ ordentlich Arbeit. Doch das Schöne ist, dass es uns Spass macht und je mehr wir für die Hochzeit machen, desto grösser wird die Vorfreude – und die ist ja bekanntlich die schönste Freude.;-)

Während Fabienne die zahlreichen Dienstleister koordiniert, Fragen klärt, unsere letzte Mallorca Reise plant und den generellen Überblick behält, habe ich mich auf das Drehbuch, die Situationspläne, die Gästekommunikation und ein paar kreative Aspekte unserer Hochzeit konzentriert. Viele Dinge haben wir auch gemeinsam gemacht und gebastelt – fast wie eine Paar-Therapie, die wohl jeder Ehe gut tun würde.:-) Wir haben Hochs und Tiefs erlebt, uns geärgert und gefreut, gestritten und gelacht und zu guter Letzt sind wir einfach nur dankbar für all die Erfahrungen, die uns weiter gebracht haben. Bevor ich jetzt noch ganz sentimental werde und ohne im Vorfeld unserer Hochzeit zu viel zu verraten hier vier Anekdoten aus unserem Hochzeitsplanungsbüro…

Outfit kaufen: Ja, schon klar war ich beim Kauf des Brautkleides nicht dabei. Das soll auch für mich bis zum 1.7.17 eine Überraschung bleiben.:-) Doch wir haben ja insgesamt drei Feier-Tage auf Mallorca und so waren wir letztens in Konstanz unterwegs, um für Fabienne ein Kleidchen zu kaufen (damit ich mich dann mit meinem Outfit nach ihr richten kann – jetzt sieht man mal, wer die Hosen an hat). Wir haben gefühlt 100 Geschäfte besucht und – obwohl wir einen ganzen Tag unterwegs waren – nichts Passendes gefunden! Fabienne wollte schon lange aufgeben und ich musste sie mit Eis und gut zureden bei der Stange halten. Gut Ding will eben Weile haben… Und siehe da: Wir waren schon etwas frustriert auf dem Weg zum Auto – da haben wir vor einem Geschäft ein paar Kleidchen an einem Ständer hängen sehen und uns geeinigt, dass wir noch kurz einen Blick rein werfen… drinnen erwartete uns eine riesen Auswahl und genau DAS Kleidchen für Freitag, wonach wir gesucht hatten!

Namenskärtchen: Unsere Baerenhochzeit ist ja auch etwas zur DIY Hochzeit verkommen – weil uns das basteln so Spass macht.:-) Also haben wir uns entschieden die Namenskärtchen für die Gäste selber zu machen. Dazu brauchts Supermagnete, Superkleber, einen super Designer für das Layout und Kraftkarton. In unserem Hochzeitsplanungsbüro war alles, bis auf den Karton vorhanden. Doch sowas findet man im Internet, denkt man. Gar nicht so einfach! Wir haben den Karton aber doch gefunden und als das Päckchen bei uns eintrifft, mussten wir feststellen, dass der Kraftkarton grau statt dem versprochenen braun war. Doch grau passt nun halt einfach nicht in unser Farbkonzept. Also ging die Suche von vorne los… (wir hätten jetzt 120 graue A4 Karton-Einlagen im Angebot, falls jemand solche braucht :-p). Noch bevor wir neue Kartons bestellt hatten, kam uns die Idee, die von einem anderen Gebastel bestellten Klappschachteln übrig gebliebenen Kartons zu verwerten. Ganz nach dem Motto: Zukunft braucht Recycling!

Photobooth: Auch wenn Photobooth nicht mehr ganz soooo hip sind, finden wir sie total cool, da nebst den Eheringen die Fotos zu den wenigen bleibenden Erinnerungen einer Hochzeit gehören. Eine anständige Photobooth zu mieten war jedoch zu teuer – also entscheide ich mich kurzerhand selber eine zu basteln (selbst ist ja bekanntlich der Mann…). Schnell finde ich im Internet eine super Anleitung (ich werde noch einen separaten Blog darüber schreiben), die erforderlichen Komponenten und im Freundeskreis den talentierten Grossvater von Anja, der zuhause eine Hobbyschreinerei hat. Fachmännisch misst er die Komponenten aus, zeichnet Pläne und sagt mir, dass er sich bei mir melde, wenn er fertig sei. Wow, das nenne ich Service (wahrscheinlich hätte ich ihn bei seiner Arbeit nur gestört)!:-) In einem Traum finde ich mich in der Schreinerei des Grossvaters wieder und er zeigt mir stolz einen Holzkasten, der… die Grösse einer Schuhschachtel hat viel zu klein ist! Niemals passt dort ein 15“ Bildschirm rein und es gibt kein Loch für die Kameralinse. Zum Glück sind Träume nur Schäume, denn keine Woche später klingelt das Telefon und ich kann überglücklich eine perfekt geschreinerte Photobooth in Empfang nehmen! Ein grosses Dankeschön geht an dieser Stelle an den Grossvater von Anja. Und liebe Gäste, lasst euch eure Bärte wachsen, bringt lustige Brillen und Hüte mit und macht euch ready für schräge Fotos!:-))

Gastgeschenke: Auf Mallorca scheint im Sommer hoffentlich die Sonne. Für unsere Gäste haben wir (Spoiler alert! ) exklusiv eine Baerenhochzeit Sonnenbrille designed.8-) Obwohl der Lieferant alles falsch gemacht hat (an falsche Adresse versendet, Falsche Preise offeriert, die Brillen nicht zusammen mit weiteren bestellten Artikel versendet), sind die Brillen dann doch noch bei uns eingetroffen. Für die Rechnung liess er sich aber Zeit – und ich habe schon gedacht, dass er uns ein Geschenk macht 😉 oder in der Hitze des Gefechtes die Rechnung vergessen hat. Doch Monate später kam eine hohe Rechnung mit kurzer Zahlungsfrist und ohne die versprochene Vergütung für die Zollkosten, die ich noch separat bezahlen musste. Es kommt halt manchmal anders, als man denkt.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Geschichten ein paar Einblicke geben, wie die Hochzeitsplanung und die ganze Vorbereitung bei uns vonstatten geht. Nun geht’s noch 39 Tage bis zum Startschuss unserer grossen Party und wir sind glücklicherweise mit allem gut auf Kurs. Demnächst werden wir noch die letzten Informationen zum Fest an die Gäste versenden und selbstverständlich gibt’s auch noch einen Blogeintrag über unseren allerletzten Besuch auf Mallorca vor unserer Hochzeit. Eins steht fest: Wir freuen uns riesig auf den Event!

Überraschung in Stuttgart: Nichts mit Wellness!

Fabienne und ich machen uns am Samstag, dem 6.5.17, bereit für Bad Dürrheim, wohin wir alljährlich mit meiner Familie für ein Wellness Wochenende verreisen. Badehosen, Wandersachen, bequeme Kleider… alles eingepackt. Noch kurz checke ich das Email, welches ich anfangs Mai von meinem Daddy erhalten habe: Wir sollen um 09.15 bei meinem Bruder Leo sein, um gemeinsam hinzufahren, während die ältere Generation schon früher gehe, um am Morgen noch wandern zu können. Gegen Mittag wollen wir uns im Hotel zum Sprudeln treffen. Wir freuen uns auf ein gemütliches und entspanntes Wochenende… Diesmal hat Leo das Hotel organisiert (ich war letztes Jahr dran), also müssen wir uns um nichts kümmern.

Auch in Retrospektive war das Setup für das Überraschungs-Polterwochenende perfekt! Alle haben super mitgespielt und dichtgehalten: Mein Daddy ist gekonnt ausgewichen, als Fabienne ihn am Telefon wegen der Hotelbuchung fragte und ebenso, als ich ein paar Tage vor dem Wochenende mit der Idee kam mit ihm fahren zu wollen, damit Fabienne und ich auch am Samstagmorgen noch Wandern gehen könnten. Ruth, die Partnerin von meinem Daddy, hat ebenfalls clever das Thema gewechselt, als wir über ein Einweihungsfest gesprochen hatten, an welches mein Daddy gehen wollte, welches aber am besagten Samstag des Wellness-Wochenendes war. Und all die Freunde, die eingeladen waren, Fabiennes Mutter, die Geheimnisse nicht gut für sich behalten kann, sowie Ivo, mit welchem ich noch ein paar Tage vorher telefoniert hatte, haben sich nicht verschwatzt.:-) Fazit: Fabienne und ich hatten nicht die geringste Ahnung, dass nichts so war, wie es schien. Auch nicht, als Leo uns am Samstagmorgen, bevor wir losfuhren, sagte, wir müssen unbedingt noch kurz einen Umweg nach Stuttgart machen, um ein bestelltes Medikament in einer Apotheke abzuholen. Papa wäre schon informiert und wir träfen uns einfach etwas später. Hmm… na dann halt, ich kann ja im Auto noch etwas Schlafen…

OK, etwas komisch fand ich es schon, dass die Apotheke das Medikament nicht per Post versenden konnte – dies erwähnte ich auch paarmal im Auto – aber ohne, dass ich etwas geahnt hätte, denn Leo und Sarah haben sich gekonnt herausgeredet. In Stuttgart angekommen fanden wir die Apotheke natürlich nicht – trotz Navi des neuen Volvo XC90 von Leo. Das kann’s ja geben. Wir stoppen bei einem Ibis Hotel und Leo will reingehen, um nach dem Weg zu Fragen. Ich vertrete mir etwas die Beine – vielleicht finde ich die Apotheke ja um die Ecke. Just als ich zurück zum Auto komme, springen mir Janine, Liv, Martina, Simona, Michi, Ivo und Flat entgegen und rufen „Polterwochenende“! Etwas verdattert steigt auch Fabienne aus dem Auto und wir beide sind… überrumpelt.:-) Wir brauchen noch ein paar Momente, bis wir begreifen, dass Bad Dürrheim nur ein Vorwand war und wir nun ein Weekend mit Freunden in Stuttgart verbringen werden! Jetzt kann ich auch gut nachvollziehen, wie Fabienne sich damals beim Heiratsantrag gefühlt haben muss: Eine echt geglaubte Realität löst sich urplötzlich in Luft auf und wird durch ein neues Szenario komplett ersetzt.

Nach einem Rum + Coke stösst auch mein Kindergartenfreund Jey noch zu uns und wir machen uns auf zu Europas grösstem Frühlingsfest, wo wir uns bei perfektem Wetter (zuhause hat es noch geregnet) den ganzen Nachmittag vergnügen. Bei Geisterbahn, Achterbahn und freiem Fall werden alle Höhen-, Schreckens- und andere Ängste überwunden. Eine etwas mürrische Wahrsagerin charakterisiert Fabienne und mich perfekt und sagt uns eine blühende Zukunft sowie eine grössere Reise (unsere Flitterwochen?) voraus. Leckere Pommes, kandidierte Cashewnüsse, Currywurst, Crêpes und ab und zu ein Drink sorgen für unser leibliches Wohl (wenn wir Jey suchten, mussten wir nur bei den Essensständen schauen). Erfolgreich haben Liv, Janine, Ivo und Michi mit Basketbällen sowie Korken- und Luftgewehren geschossen (Fabienne und ich wurden mit Emojis überhäuft :-p). Wir treffen viele andere Poltergruppen und Fabienne und ich sind froh und dankbar, dass wir keine doofen Outfits tragen oder Spiele machen müssen (Danke an unsere Trauzeugen). Voller farbenfrohen Eindrücke kommen wir zurück zum Hotel und gleich geht’s weiter zum Italiener, wo wir köstlich essen und den Tag revue passieren lassen. In der Hotellobby gibt’s noch einen Schlummi und übermüde aber glücklich schlafen wir ein.

Da es am nächsten Tag regnet beschliessen wir nach einem ausgedehnten Brunch (also eigentlich hatte ich nach dem essensreichen Tag von gestern ja gesagt, dass ich am Morgen keinen Hunger mehr haben werde :-)) die Geheimnisse eines Escape Rooms zu lösen. In zwei Gruppen aufgeteilt versuchen wir nach einem Atomschlag aus einem Bunker zu entkommen und die Mysterien des Project Implossible Raumes zu lösen. Während die Gruppe der Braut den Raum mit Bravour meistert, scheitert meine Gruppe an der Komplexität des Kernreaktors. Wir hatten alle Spass – dabei sein ist alles! Noch voller Adrenalin vom Reality-Game, schönen Erinnerungen vom vergangenen Wochenende und etwas schlapp vom verfehlten Wellness 🙂 fahren wir zurück nachhause und blicken auf ein perfektes Polterwochenende zurück.

Herzlichen Dank an unsere Trauzeugen, Simona und Leo, für die perfekte Organisation und Planung, an Janine, Liv, Martina, Sarah, Jey, Ivo und Michi, dass ihr dabei wart und an alle, die dichtgehalten und mitgespielt haben, so dass Fabienne und ich eine gelungene Überraschung erleben durften!

Habt ihr auch schon einen tollen, lustigen oder peinlichen Polterabend erlebt? Schreibt eure Geschichte ins Kommentarfeld. Und teilt diesen Blogeintrag auf Facebook, wenn ihr ihn mögt!:-)

Das Geheimnis des Weddingplanners…

Es geht noch etwas mehr als zwei Monate und dann steigt unsere grosse Baerenhochzeit auf Mallorca, whoop whoop! Selbstverständlich ist die Grobplanung bereits abgeschlossen und projektmanagement-technisch ausgedrückt sind wir mit keinem Arbeitspaket in Verzug. Nicht mal so einfach, wenn man beim Buchen und Koordinieren an so vieles denken muss: Weingut inkl. Führung, Hochzeitsfinca, Brunch, Gästeübernachtungen, Caterer, Fotograf, Videograf, Deko, Dj, Gästetransport, Kommunikationen (Gäste, Blog, Dienstleister,…) etc. Doch wer nun denkt damit sei alles erledigt, der liegt falsch.:-) Aber wir haben uns ja absichtlich in die Situation des Weddingplanners gebracht – der nun in dieser Phase ordentlich Arbeit hätte. Spätestens jetzt zahlt sich ein guter Weddingplanner aus. In der Zwischenzeit bin ich tief in die Materie eingetaucht (nicht nur der Baerenhochzeit wegen, sondern auch aufgrund meiner Masterarbeit zum Thema „Smart Weddingplanning“) und habe das Geheimnis des erfolgreichen Weddingplaners entschlüsselt. In diesem Blogeintrag lüfte ich es exklusiv für die Baerenhochzeit-Fans.

Hochzeitschecklisten findet man zuhauf im Internet. Sie sind aber nicht das wahre Nutzenversprechen eines Weddingplanners. Nebst seinen kreativen Ideen rund ums Heiraten und Kontakten, die vor allem in der Grobplanungsphase 12-6 Monate vor der Hochzeit relevant sind, werden in den 6 Monaten vor der Hochzeit die folgenden vier Details immer relevanter. Ich nenne sie das Geheimnis eines erfolgreichen Weddingplaners, das wesentlich für das Gelingen eines Hochzeitfestes verantwortlich ist:

  1. Projektmanagement-Fähigkeiten der Fähigkeit Vorauszudenken, Termine im Griff zu haben und sich das Hochzeitsfest strukturiert und lebhaft vorstellen zu können.
  2. Eine aktuell gehaltene Gästeliste mit allen wichtigen Informationen (bei uns sind das u.a. Adresse der Gäste, Hotelbuchung und Flugdaten, Allergien oder Vegi etc.)
  3. Eine Ideen-, Fragen- und offene Punkte-Liste für die Organisation bzw. alle Dienstleister und involvierten Personen (hier sind Was, Wer, Wo und Termin wichtige Informationen).
  4. Das Drehbuch mit dem genauen Ablauf, welches Basis für die Planung und die Koordination der involvierten Personen und Dienstleister ist (hier werden alle Informationen zur Hochzeit strukturiert und zusammengefasst).

Während Punkt Nr. 1., die Projektmanagement-Fähigkeiten, eine Eigenschaft ist, die teilweise angeboren ist und gelernt werden kann (Fabienne und ich haben glücklicherweise beide im Beruf mit Projekten zu tun und wir ergänzen uns mit den Skills ideal), ist selbstverständlich auch noch die notwendige Zeit für die Planung erforderlich (wir nutzen fast jede freie Minute!:-p). Bei Punkt Nr. 2 findet man im Internet und in Ratgebern spärlich Informationen wie eine gute Gästeliste auszugestalten ist – es ergibt sich aber aus der Logik des Hochzeitsfestes (wer wie wir im Ausland ein 3-Tage-Programm organisiert hat demnach weitaus mehr Attribute in seiner Gästeliste, als wenn die Party an einem Tag gleich um die Ecke stattfindet). Punkt Nr. 3. gilt es zu beachten, dass nichts ungeklärt bleibt oder vergessen wird. So sind alle Ideen, Fragen und offenen Punkte aufzuschreiben und abzuarbeiten. Dies ist für jemanden mit Projektmanagement-Skills eigentlich auch logisch, es wird aber in der Literatur und im Internet zum Thema Heiraten meist vergessen (auch hier gilt es die Liste clever auszugestalten). Der 4. Punkt ist weitaus der Relevanteste für eine gute Hochzeit – speziell dann, wenn man selber nicht ein diplomierter Weddingplanner ist. Über das Drehbuch findet man gar nichts im Internet oder in Weddingplanner-Büchern, da es ein gut gehütetes Geheimnis erfolgreicher Weddingplanner ist (für unsere Hochzeit habe ich viel Erfahrung, Herzblut und analytisches Denken in das Dokument gesteckt).

Um anderen Paaren ihre Hochzeitsplanung zu vereinfachen, biete ich all denjenigen, welche bis zum 1.7.17 meinem Blog neu folgen kostenlos mein Drehbuch-Excel-Template an. Einfach rechts oben unter „Blog per E-Mail folgen“ deine Email Adresse eingeben und auf „Folgen“ klicken. Ich erhalte dann ein Email und sende dir das Template auf Wunsch innert 1 Woche zu.

Egal ob ein mehrköpfiges Projektteam den Hochzeitsevent eines Hollywood-Stars vorbereitet, ein Brautpaar wie wir im Ausland eine grosse mehrtägige Party organisiert, die motivierte Braut zuhause ein gediegenes eintägiges Fest plant oder die Trauzeugen ein einfaches Get-together für das Brautpaar organisieren: Bei der Feinplanung in den Monaten vor der Hochzeit gibt es viele Details zu beachten und strukturiert durchzuplanen und gilt es kein Detail zu vergessen. Im nächsten Blogeintrag geben wir persönliche Einblicke unserer Planung und im Mai geht’s ja dann nochmals auf die Insel, wovon es selbstverständlich auch einen Blog geben wird. In der Zwischenzeit werden wir wohl noch so einige Stunden voller Vorfreude auf den Sommer in die Koordination unserer Baerenhochzeit stecken.:-)

Für meine Masterarbeit suche ich Paare, die in den letzten Jahren geheiratet haben resp. sich gegenwärtig Gedanken über ihre Hochzeit machen oder diese bereits am planen sind. Bitte meldet euch unter alex.baer@gmx.ch . Euer Mitwirken wird belohnt!