Der Heiratsantrag

Eigentlich wollten wir an diesem 10.10.2015 ja nur meinen Geburtstag feiern: Zuerst mit unseren Eltern bei Kaffee und Kuchen und danach mit Freunden in der WG. Aber es kam alles anders, als Fabienne glaubte – nämlich so, wie ich es mir ausdachte.:-)) Da der ganze Heiratsantrag etwas komplex war, muss ich nun etwas ausholen – und erst mal noch einen grossen Dank an Michi aussprechen, der mir half alles einzufädeln!

Für mich begann die Action schon am Tag vorher, am Freitag 9.10.2015. Ich gab Fabienne an, dass ich mit dem Auto zur Arbeit muss, weil ich noch Kundentermine hätte. In Tat und Wahrheit hatte ich mir aber frei genommen und ging um 6.50 zum Floristen, wo ich den vorbestellten Blumenstrauss abholte und mich zu Fabiennes Eltern aufmachte, die üblicherweise um 7.00 frühstücken. Pünktlich und mit einem leichten Kribbeln im Bauch platzte ich bei Meyer’s zur Türe herein. Die Eltern beim Frühstück schauten mich an, wie ein Geist, der hinter einem grossen Blumenstrauss hervorschaut. Ganz traditionell hielt ich um Fabiennes Hand an und bekam von beiden Eltern die Erlaubnis und erst noch ein Frühstück.:-) Nun hiess es dicht halten bis zum nächsten Tag…

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Danach holte ich beim Juwelier den Ring ab, besprach nochmals mit Michi das Drehbuch und besichtigte mit dem Fotografen die Location wo der Antrag am nächsten Tag stattfinden sollte. Heutzutage knipst man so viele Fotos – doch von wichtigen Momenten wie von einem Heiratsantrag hat man selten Bilder. Daher engagierte ich Benjamin Gantenbein aus Winterthur als Paparazzi.:-)

Mein Geburtstag war am Samstag 10.10.2015. Aus der Sicht von Fabienne musste sie mich ca. 1.5h bevor unsere Eltern zum Geburtstags-Kaffee und Kuchen kamen auf den nahe gelegenen Goldenberg locken, wo mich Michi mit einem alten Camaro für eine Geburtstagsfahrt inkl. Shooting mit dem alten Auto überraschen wollte. Natürlich war alles aufgesetzt. Schon Tage vorher fragte mich Fabienne, ob wir vor dem Fest nicht noch gemeinsam spazieren gehen wollen – idealerweise grad schon schön angezogen für das Fest, damit wir nachher nicht in Zeitdruck kämen. Natürlich stimmte ich zu.:-)

Kurz bevor wir auf unseren „Spaziergang“ los liefen deponierte ich das kürzlich gemeinsam gestaltete Fotobuch von unserem Kuba- und Kolumbienurlaub in unserem Briefkasten. Was Fabienne nicht wusste war, dass ich heimlich die letzte Seite mit einem Heiratsantrag abgeändert hatte und das Buch zu Michi schicken liess. Mit meiner Adresse überklebt ragte es nun aus dem Briefkasten und beim Hinausgehen sagte ich zu Fabienne, dass wir das Album doch auf unseren Spaziergang mitnehmen und auf einer Bank dann gemeinsam anschauen könnten. Fabienne winkte zuerst ab (da sie ja den Termin mit der Autofahrt im Hinterkopf hatte) – liess sich dann aber doch überreden. Beim Laufen merkte ich, dass sie immer wieder auf die Uhr schaute… schliesslich sollte mich ja eine Überraschung erwarten!;-) Wie mit Michi abgemacht klingelte 10 Minuten nachdem wir losgelaufen waren Fabiennes Telefon. Michi meldete, dass sie sich um ca. 15 Minuten verspäteten – Fabienne liess sich nichts anmerken. ABER…jetzt blieb plötzlich noch Zeit, um das Album anzuschauen!:-))) Daher willigte sie auch sofort ein, als ich sagte, dass wir uns auf die Bank setzen und zusammen das Fotobuch anschauen können. Der Fotograf knipste uns heimlich aus der Ferne…

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Fotos by Benjamin Gantenbein

Ich konnte mich gar nicht richtig auf die Ferienfotos konzentrieren… die alten Autos von Kuba, die Wanderung zur verlorenen Stad in Kolumbien schienen mir so fern – als wäre ich nie dort gewesen. Stattdessen hatte ich 1000 Gedanken im Kopf und war innerlich sehr aufgeregt und gespannt auf das, was bald kommen würde… Je näher wir zur letzten Seite kamen, desto schneller schlug mein Herz. Ich machte dem Fotograf heimlich ein vereinbartes Zeichen, dass es gleich losgehen würde. Die zweitletzte Seite mit Streetart in Cartagena und mich beim Pan de Queso kaufen konnte ich gar nicht mehr aufnehmen. Mein Kopf war voll und leer gleichzeitig. Ich fühlte das Adrenalin in mir herumschwirren, als Fabienne zur letzten Seite umblätterte… und eine Sekunde stockte. Dann ging ich auf die Knie und hielt ich um ihre Hand an. Der Moment war noch viel schöner, als ich es mir je vorgestellt hätte. Der ganze Stress war wie weggeblasen und sie hat sofort „ja“ gesagt (und dann auch begriffen, dass es gar keinen Camaro gab)!:-)

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Fotos by Benjamin Gantenbein

Danach hatten wir noch ein Shooting mit dem Fotografen im wunderschönen goldigen Herbstwald und machten uns auf den Weg zurück, wo wir die Verlobung bei Kaffee und Kuchen mit unseren Familien feierten.

Fotos by Benjamin Gantenbein

Später kamen dann unsere Freunde für die „Geburtstagsparty“ und der Fotograf brachte mir gerade noch rechtzeitig die Fotos vorbei, damit ich eine Präsentation vorbereiten konnte. Im Laufe des Abends hielt ich dann eine Ansprache und erzählte die Geschichte und dass wir nun verlobt sind. Wir stiessen alle darauf an und feierten noch bis in die Nacht hinein…

 

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2 Gedanken zu “Der Heiratsantrag

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